Fair fashion Produkte werden durch zwei Punkte charakterisiert: Sie werden unter fairen Arbeitsbedingungen produziert und zu angemessenen Preisen verkauft. Werden die Mitarbeiter entlang der gesamten Herstellungskette angemessen bezahlt und wird großer Wert auf die Arbeitsbedingungen (Arbeitsschutzmaßnahmen im Sinne von Unfallverhütung, geregelte und angemessene Arbeitszeiten, Verbot von Kinderarbeit, etc.) gelegt, dann kann man von fairen Arbeitsbedingungen sprechen. Eine angemessene Bezahlung der Mitarbeiter muss sich demnach in angemessenen Verkaufspreisen widerspiegeln. Fair fashion kann also keine Billigware sein!

Die gravierenden Folgen von Nichteinhaltung der Arbeitsschutzmaßnahmen haben wir im Drama vom Einsturz des Rana Plaza in Bangladesch erlebt. Trotz erheblicher baulicher Mängel wurden die Näherinnen gezwungen zur Arbeit zu erscheinen. Den Verlust des Arbeitsplatzes und den Wegfall eines Lohnes können Familien nicht abfangen. Dazu sind die Löhne generell zu niedrig. Aber auch der Wegfall eines Auftrags ist für eine Fabrik schwer auszugleichen. Warum gehen viele große Marken nach Bangladesch? Natürlich aufgrund der niedrigen Preise und genau das ist der Teufelskreis, der unbedingt durchbrochen werden muss. Es muss ein Bewusstsein geschaffen werden für den tatsächlichen Wert von Produkten. Kostet ein T-Shirt also 5,- €, so muss man sich vorstellen, dass davon anteilig Lohnkosten im Rahmen der Herstellung getragen werden müssen, Kosten für das Material, den Transport, die Mieter der Verkaufsläden, die Löhne der Verkäufer und vor allem das Marketing. Das habe ich auf jeden Fall schon gelernt, dass Marketing unglaublich teuer ist. Wieviel soll da am Ende also für eine Näherin übrigbleiben? 1 Cent? Dafür würde keiner von uns morgens überhaupt aufstehen.

Die aktuellen Biyoga Produkte werden daher in Europa bzw. sogar in der EU gefertigt, da es hier per se schon bessere Arbeitsbedingungen gibt als in anderen Teilen der Welt.

Mein Appell an euch: Kauft fair!