Viele Wege führen nach Rom – Oder erst mal doch zum Jura-Studium: Nachdem Aline eigentlich schon nach der Schule Jura studieren wollte, ist sie 2004 zuerst mal in Köln mit dem Studium der Medienwirtschaft gestartet. Das war ganz offen gestanden ein Schuss in den Ofen, aber keiner, der umsonst gewesen wäre.

Denn hier hat sie Sara kennengelernt. Aline und Sara haben über die Jahre ihre Freundschaft aufrechterhalten können und Sara supported Biyoga nun mit Kommunikations-, PR- und Text-Know-how. Nach Köln ging es für Aline zurück ins heimatliche Rheinland-Pfalz und zwar an die Uni Mainz. VWL wurde ausprobiert. Aber auch das war nichts, Jura sollte es doch eigentlich sein. Also begann Aline´s juristischer Weg dann im Wintersemester 2006 in Mainz und endete erfolgreich im Jahr 2012. Klassisch folgte ein Referendariat, das 2. Staatsexamen und dann ging es als juristische Sachbearbeiterin in die Versicherungsbranche. Knapp vier Jahre war Aline hier als Juristin tätig – Glücklich sah aber anders aus.

Die Sache mit dem Glück – Über kleinen und großen Fragen und Freuden

„Was bedeutet Glück für mich? Wie sieht „glückliches Arbeiten“ aus? Und was brauche ich persönlich, um glücklich zu sein?“ Diese Fragen kreisten in Aline´s Kopf und sie kreisten und kreisten. 2014 kam der erste Vierbeiner zu Aline und ihrem Mann Bartho – Der Rüde Tippo aus Griechenland wurde über den PATRAS e.V. adoptiert. Es war Liebe auf den ersten Blick. Tippo eroberte Aline´s Herz im Sturm und öffnete es noch weiter für die großen Fragen nach dem Glück. Verstanden hatte Aline schon, dass sie immer von einem Leben mit Tieren auf dem Land geträumt hatte. Da war sie nun doch. Sie leben ländlich, mit der Natur direkt vor der Tür, mit einem Hund und einem Pferd und vor allem einem großartigen Ehemann. Aber immer wieder war da diese leise Stimme, die sagte, dass dieses berufliche Leben das falsche Leben im Größeren ist. Aber nach der allseits bekannten, langen Quälerei durch solch ein Jura-Studium gibt man dieses natürlich nicht von heute auf morgen auf. Doch die Unzufriedenheit wuchs und wuchs. Parallel zu der Unzufriedenheit mit der Arbeit kamen in Aline´s Freundeskreis die Themen „passives Einkommen“, „ortsunabhängiges Arbeiten“ und „Entrepreneurship“ auf. Viele Podcasts, Bücher, Gespräche und die bedingungslose Unterstützung durch ihren Mann Bartho haben dann letztendlich Aline´s Unternehmergeist geweckt.

Während sich dieser Geist entfaltete, reflektierte Aline ausgiebig darüber, was sie hauptsächlich an ihrer Arbeit störte. Das Ergebnis war eindeutig: weitverbreitete Demotivation, teilweise unkollegialer Umgang, kein Mut zur Veränderung, keine Entscheidungsfreiheit, Arbeiten in der Stadt, lange Fahrt zur Arbeit, Hunde im Büro waren nicht erlaubt und abends kam Aline extrem ausgelaugt nach Hause. Das Arbeiten mit negativen Menschen und die oftmals fehlende Harmonie am Arbeitsplatz belasteten Aline sehr. Ein leider allzu oft bestehender Zustand in der Arbeitswelt von heute. Doch neben dieser Arbeitswelt kannte Aline noch eine andere: Die Selbstständigkeit ihrer Mutter. Sie arbeitet auch sehr viel, aber immer mit 100 % Motivation, mit viel Herzblut und für sich. Diese Arbeitsweise hat Aline schon immer fasziniert. Als all diese Gedanken zusammenkamen, kam Aline auch die Erinnerung, dass sie mit ihrer Mutter schon häufiger über den Traum von einem eigenen Klamottenladen sinniert hatte. Zudem wurde auch das Bedürfnis etwas Gutes zu tun und vielleicht einen kleinen Marker in der Welt zu hinterlassen immer größer. Die Welt ein bisschen besser machen. Den kleinen eigenen Teil zum großen Ganzen leisten. Das entspricht Aline´s Wertvorstellungen und der Frage nach ihrem persönlichen Glück.

Erkannt, gesagt, getan – Eine Stellschraube nach der anderen wurde ausprobiert und gedreht

Um aus der Unzufriedenheit im und durch den Job rauszukommen, setzte Aline zuerst an der Stellschraube „Wie kann ich ortsunabhängig Geld verdienen?“ an. Aline ist nicht nur in der Studienwahl der Ausprobier-Typ, sondern auch bei ihren Business-Ideen. Ihr Mantra: Nur durch das Tun und Ausprobieren geht es weiter und so gelangt man auf den ureigenen Weg. So startete sie Ende 2016 mit einem ersten Versuch und bestellte in China Leggings, die sie in Deutschland über Amazon zum Verkauf angeboten hat (FBA). Einfach als Testlauf. Die nächste Lieferung sollte dann auf jeden Fall schon in Bio und Fairtrade Qualität sein. Von Anfang an stand fest, es musste ein Produkt sein hinter dem Aline zu 100 % steht. Dieser Testlauf war jedoch auf allen Ebenen so ganz und gar nicht das Richtige und fand seinen Höhepunkt darin, dass Aline aus dem Urlaub im Ausland auf ihre Verkäuferseite zugreifen wollte, was direkt zur Sperrung des Accounts geführt hat. Jegliche Versuche die Seite wieder freizuschalten, endeten erfolglos und vor allem mit dem Ergebnis, dass die Seite ganze vier Wochen komplett offline war. Diese Chose führte dann zur wertvollen Erkenntnis, dass Aline sich nicht nochmal in eine Abhängigkeit mit den großen Playern begeben wollte. Der eigene Shop musste her! Und zwar früher als gedacht!…

Wenn ihr Aline fragt: Probieren geht ganz klar über Studieren – Eine wertvolle Eigenschaft für Unternehmer und alle die, die es werden wollen. Denn nur ohne Angst vor Fehlern und dem Bewusstsein darüber, dass Fehlschläge und Scheitern dazu gehören, kann ein Start-Up-Business erfolgreich an den Start gebracht werden. Für Aline und Biyoga war das Jahr 2017 dann das entscheidende. Es stand im Zeichen der großen Visualisierung. Vielleicht ist auch Hund Nummer 2, die knuffige, freche Hündin Milla die große Muse. Als gebürtige Griechin kam sie ebenfalls über den PATRAS e.V. zu Aline und gehört seit April 2017 zur Familie. Muse hin oder her, für Aline war klar, Yogakleidung in Bio-Qualität, vertrieben über einen eigenen Shop – DAS soll es sein!

Die Biyoga-Geburtsstunde: Nach dem Was folgte das Wie – Und zwar ganz oder gar nicht!

Nachdem das Was feststand, ging es an die Definition des Wie. Nach ausführlicher Recherche zu den verschiedenen Bio-Standards für Textilprodukte war schnell klar: Ganz oder gar nicht. So entschloss sich Aline für die GOTS-Zertifizierung ihrer Produkte und damit für den weltweit höchsten Bio-Standard in der Textilbranche, der zugleich auf Fair Fashion setzt. Somit steht er entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Produkte für faire, sozial verträgliche Arbeitsbedingungen für alle Arbeiter. Nun war auch das Wie gefunden und definiert. Der Name „Biyoga“ kam dann fast wie angeflogen – Ein Brainstorming mit ihrem Mann und ihrer Schwester brachte Biyoga als Markenname hervor. Er fühlte sich sofort richtig an, das war wichtig für Aline. Auf das eigene Bauchgefühl kann man vertrauen. Vielleicht erahnt ihr es jetzt auch schon, Aline fackelte nicht lange und schwups meldete sie am 21.11.2017 das Gewerbe an. Biyoga war geboren! Ganz offiziell und mit dem Ziel, 2018 die erste Biyoga-Produktlinie über den eigenen Onlineshop zu vertreiben. Seit dem 31. März 2018 ist die Juristerei in Aline´s Leben nun passé und das Biyoga Start-Up zum Vollzeit-Seelenbusiness geworden.

Seitdem basteln Aline und ein kleines Team voller Herzenspower daran, die erste Biyoga Produktlinie voraussichtlich im August 2018 für euch an den Start zu bringen. Aline stemmt das ganze Business von der Akquise der Partner, über die Designs der Kleidung und die Abwicklung der Produktion bis hin zum gesamten Projektmanagement. Maren baut fleißig im Hintergrund den Online-Shop & unsere vollständige Webseite und Sara unterstützt Aline bei der Kommunikation und gemeinsam halten wir euch durch unsere Blogartikel auf dem Laufenden. Natürlich sind wir auch bei Facebook & Instagram und freuen uns, wenn ihr uns dort folgt.

Auf eine fabelhafte Biyoga-Reise mit hoffentlich vielen Mitreisenden,

Eure Aline

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